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Beachvolleyball bei Wind, Sonne und Hitze – so verändert das Wetter dein Spiel

Beachvolleyball ist ein Outdoor-Sport, und das Wetter spielt immer mit: Wind verändert die Flugbahn, Sonne blendet, der Sand wird warm. Wer damit umgehen kann, hat im Sand Vorteile. Hier erfährst du, wie Gegenwind, Rückenwind und Seitenwind das Spiel verändern, was du bei Aufschlag, Annahme, Angriff und Block beachten kannst und wie du bei Sonne und Hitze entspannt bleibst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wind ist beim Beachvolleyball kein Störfaktor, sondern Teil des Spiels: Er trifft beide Teams, und wer ihn liest, spielt klüger.
  • Gegenwind ist für ein Team meist angenehmer als Rückenwind, weil er den Ball bremst und du kontrollierter spielen kannst.
  • Aufschlag, Annahme, Angriff und Block verlangen je nach Windrichtung andere Entscheidungen.
  • Die Teams wechseln alle sieben Punkte die Seite, im dritten Satz alle fünf. So verteilen sich Wind und Sonne fairer.
  • Sonnenschutz und regelmäßig trinken gehören dazu, ganz ohne Stress.
Beachvolleyball bei Wind und Sonne: zwei Frauen mit Sonnenbrille und Ball am Strand bei Ravenna
Sonne, Strand, Ball: Sonnenbrille und Kappe gehören im Camp zur Grundausstattung.

Wie wirkt sich Wind aufs Beachvolleyball aus?

Wind verändert die Flugbahn des Balls: Er driftet seitlich, bremst ihn ab oder trägt ihn weiter, als du denkst. Aufschlag und Zuspiel sind dadurch schwerer zu kontrollieren als in der Halle.

Im Spiel unterscheidest du grob drei Fälle: Gegenwind, wenn der Wind dir ins Gesicht bläst, Rückenwind, wenn er von hinten kommt, und Seitenwind, wenn er quer über das Feld zieht. Jeder Fall verlangt andere Entscheidungen.

Der Wind trifft beide Teams, und durch den Seitenwechsel verteilen sich die Bedingungen. Genau das macht Beachvolleyball im Freien so abwechslungsreich.

Ist Gegenwind wirklich besser für ein Team?

Meist ja. Bei Gegenwind bremst der Wind den Ball, sodass du ihn mit mehr Druck spielen kannst, ohne dass er hinter die Grundlinie getragen wird. Aufschlag und Angriff lassen sich dadurch kontrollierter dosieren.

Auch der Block profitiert: Bei Gegenwind trägt der Wind den Ball in Netznähe, deshalb bleibst du am Netz oben, statt abzudrehen. Das gibt dem Team Sicherheit.

Rückenwind ist dagegen tückischer. Er trägt Aufschlag und Angriff weiter, und wer zu viel Kraft einsetzt, schlägt den Ball schnell ins Aus. Das ist allerdings keine Regel ohne Ausnahme, denn Stärke, Spielstil und Windrichtung zum Feld spielen immer mit.

Wie schlägst du bei Wind auf?

Bei Gegenwind funktionieren flache, kraftvolle Aufschläge oder ein Topspin-Aufschlag gut, weil der Ball kurz hinter dem Netz abfällt und den Gegner nach vorn zieht. Ein hoher Float-Aufschlag kann ebenfalls klappen, weil der Wind ihn zusätzlich bewegt und er für die Annahme schwer zu lesen ist.

Bei Rückenwind trägt ein höherer Float-Aufschlag den Ball weiter, und du kannst aggressiv in die Tiefe spielen, um den Gegner nach hinten zu drängen. Dosiere die Kraft, damit der Ball im Feld bleibt.

Trainer sehen das nicht immer gleich, und das Wetter ändert sich zwischendurch. Probier im Camp einfach aus, was bei dir funktioniert, und achte darauf, wie lange der Ball in der Luft bleibt. Je länger die Flugzeit, desto mehr kann der Wind auf die Annahme einwirken.

Worauf achtest du bei Annahme und Zuspiel?

Bei Wind helfen dir ein ruhiger Unterarmpass und eine stabile Plattform, die du leicht in den Wind drehst. So fliegt der Ball nicht aus dem Feld.

Spiel Pass und Zuspiel eher flach und tief, damit der Wind weniger Angriffsfläche hat. Viele nutzen bei starkem Wind das Unterarm-Zuspiel statt des Zuspiels mit den Händen, weil der Ball dann mehr Drall bekommt und stabiler fliegt.

Starte früh, bleib nah an deinem Zuspieler und lauf dem Ball entgegen, statt ihm hinterherzujagen.

Wie greifst du an und blockst du bei Wind?

Bei Gegenwind schlägst du flacher und zielst eher in die Mitte des Feldes, damit der Wind den Ball nicht ins Aus drückt. Bei Rückenwind hilft ein hoher, tiefer Anlauf, um den Rückenwind für mehr Power zu nutzen.

Bei Seitenwind gilt: Wenn möglich, spielst du das Zuspiel mit dem Wind statt gegen ihn. So kannst du den Ball besser verfolgen und die Berührung genauer timen.

Beim Block bleibst du bei Gegenwind oben am Netz, bei Rückenwind lohnt es sich oft, vom Netz abzudrehen und dich in die Abwehr zu stellen. Das sind Faustregeln, keine Gesetze: Schau, wie der Ball tatsächlich fliegt.

Warum wechseln die Teams die Seite?

Im Beachvolleyball wechseln die Teams nach sieben Punkten die Seite, im dritten Satz bereits nach fünf. Ein Satz geht bis 21 Punkte, der Entscheidungssatz bis 15.

Der Seitenwechsel sorgt dafür, dass sich Bedingungen wie Wind und Sonne gleichmäßig auf beide Teams verteilen. Wer erst gegen die Sonne gespielt hat, bekommt sie später im Rücken, und wer zuerst Gegenwind hatte, spielt danach mit Rückenwind.

Wie sprichst du dich bei Wind mit deinem Partner ab?

Sag deinem Partner, wie der Wind gerade steht, und frag, wie er ihn spürt. Er steht an einer anderen Stelle im Feld und merkt oft Dinge, die du nicht siehst.

Besprich vor dem Aufschlag, wohin der Ball fliegen soll, und rufe, wenn der Wind plötzlich dreht. Ein kurzes Wort reicht, und ihr spielt als Team klüger.

Wie gehst du mit Sonne und Blendung um?

Sonnenbrille und Kappe oder Visor helfen gegen Blendung, besonders beim Annehmen eines hohen Balls.

Beim Sonnenschutz gilt: Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht. Heller Sand reflektiert zusätzlich UV-Strahlung, du bekommst die Sonne also quasi von zwei Seiten.

Wie viel solltest du bei Hitze trinken?

Trink regelmäßig und nicht erst, wenn du Durst bekommst. Im Sand schwitzt du schneller, als du merkst.

Eine Wasserflasche am Spielfeldrand, kurze Schattenpausen zwischen den Sätzen und etwas Obst helfen dir, den Vormittag locker durchzustehen.

Auch der Sand selbst kann sich in der Mittagssonne ordentlich aufheizen. Für den Weg zum Court sind Flip-Flops oder Schuhe deshalb eine gute Idee, gespielt wird dann barfuß im Sand.

Was heißt das fürs Camp?

Bei uns geht es nicht darum, jeden Windstoß zu berechnen. Wind ist Teil des Spiels, und die meisten Gäste merken schnell, wie sie damit umgehen. Wenn du dich nach einem Ballwechsel kurz schüttelst und weiterlachst, machst du alles richtig.

Ein paar Gewohnheiten helfen trotzdem: früh eincremen, Wasser mitnehmen und dem Wind gelassen begegnen. In Spanien (Sunsation Beach in Gandía) gibt es nur Vormittagstraining, der Nachmittag ist frei. Da bleibt Zeit, sich am Strand oder im Schatten zu erholen.

Häufige Fragen

Ist Gegenwind oder Rückenwind besser?

Gegenwind ist für ein Team meist angenehmer, weil er den Ball bremst und du kontrollierter spielen kannst. Rückenwind trägt den Ball weiter und macht Aufschlag und Angriff schwerer zu dosieren. Durch den Seitenwechsel bekommen beide Teams beides.

Bei wie vielen Punkten wechseln die Teams im Beachvolleyball die Seite?

Nach jeweils sieben Punkten, im dritten Satz nach fünf. Ein Satz wird bis 21 Punkte gespielt, der dritte bis 15.

Wie schlage ich bei starkem Wind am besten auf?

Bei Gegenwind sind flache, kräftige Aufschläge oder Topspin gute Optionen, bei Rückenwind ein höherer Float, der weiter getragen wird. Entscheidend ist, dass du den Ball sicher ins Feld bringst. Probier im Camp aus, was bei dir funktioniert.

Brauche ich eine Sonnenbrille zum Beachvolleyball?

Sie hilft gegen Blendung, besonders bei hohen Bällen, ist aber keine Pflicht. Viele Gäste spielen mit Sonnenbrille oder Kappe.

Muss ich wegen der Hitze fit sein?

Du brauchst keine besondere Vorbereitung. Wichtig sind Sonnenschutz, regelmäßig trinken und Pausen im Schatten, wenn du sie brauchst.

Wird bei Wind weitergespielt?

Wind gehört zum Beachvolleyball im Freien und ist normaler Bestandteil des Spiels. Wie wir im Einzelfall bei sehr schlechtem Wetter planen, klärst du am besten direkt mit uns.

Lust auf Sonne, Sand und ein bisschen Wind im Gesicht? Dann such dir dein Camp aus. Alle Camps und Termine findest du auf volleytours.com/camps – come as a player, leave as a friend.