Beachvolleyball-Begriffe: Das kleine Lingo-Lexikon für den Sand
Dig, Shot, Cut, Side-out, Husband and Wife: Am Netz fliegen Wörter, bei denen du vielleicht nur nickst und hoffst, dass es gut ausgeht. Kein Stress: Hier kommen die wichtigsten Beachvolleyball-Begriffe, nach Spielphasen sortiert und locker erklärt, damit du im Camp nicht nur mitspielst, sondern auch mitredest.
Das Wichtigste in Kürze
- Über 30 Beachvolleyball-Begriffe, sortiert nach Aufschlag, Abwehr, Angriff, Block und Regeln.
- Viele Wörter sind englisch und werden international genutzt, auch im Camp, wo Gäste aus verschiedenen Ländern zusammenspielen.
- Du musst nichts auswendig lernen: Unsere Trainer erklären dir alles auf dem Court.
- Perfekt als Spickzettel, bevor du zum ersten Mal mit uns in den Sand gehst.
- Ergänzt unser Camp-Vokabular, das den Camp-Ablauf erklärt.
Wie schlägst du im Beachvolleyball auf und welche Begriffe gibt es dafür?
Jedes Spiel beginnt mit dem Aufschlag, und dafür gibt es mehr Wörter, als du denkst. Die wichtigsten Varianten kennst du nach diesem Abschnitt.
Float Serve (Floater)
Ein Float Serve ist ein Aufschlag ohne Drall. Weil sich die Luft hinter dem Ball staut, flattert er und ändert unberechenbar seine Flugbahn. Für die Annahme ist er schwer zu lesen.
Jump Float
Ein Jump Float ist ein Float Serve, den du leicht angesprungen schlägst. Er verbindet die flatternde Flugbahn mit etwas mehr Tempo.
Jump Serve (Sprungaufschlag)
Beim Jump Serve wirfst du den Ball hoch, springst und schlägst ihn wie einen Angriff, meist mit Topspin. Das sieht beeindruckend aus und ist für die meisten im Camp eher Zuschauersport. Niemand erwartet das von dir.
Sky Ball (Sun Serve)
Ein Sky Ball ist ein sehr hoher Aufschlag, meist von unten gespielt. Er nutzt Wind oder Sonne aus: Wer ihn annimmt, schaut in die Sonne und verliert den Ball leicht aus den Augen.
Ace
Ein Ace ist ein Aufschlag, der direkt einen Punkt bringt, weil der Gegner den Ball nicht sauber annimmt oder gar nicht erst berührt. Auch ein Aufschlag, den der Gegner nur mit Mühe kontrolliert bekommt, wird im Sprachgebrauch oft Ace genannt.
Welche Begriffe gehören zu Annahme, Zuspiel und Abwehr?
Nach dem Aufschlag beginnt die Arbeit in der Abwehr. Hier fallen die Wörter, die du im Camp am häufigsten hörst.
Bump (Pass)
Der Bump ist der Unterarmpass: Du legst die Hände zusammen und lenkst den Ball mit den Unterarmen. Er ist der Standardschlag für Annahme und Abwehr.
Set
Ein Set ist das Zuspiel, das den Ball genau dorthin bringt, wo dein Partner ihn zum Angriff erwartet. Gespielt wird es mit beiden Händen über dem Kopf, die Finger gespreizt. Sauber ist es, wenn der Ball nicht gehalten oder mitgeführt wird.
Bump Set
Ein Bump Set ist ein Zuspiel mit den Unterarmen. Du brauchst es, wenn die Zeit für ein Zuspiel mit den Händen fehlt oder du einen Haltefehler vermeiden willst.
Dig
Ein Dig ist eine Verteidigungsaktion, bei der du den Ball rettest, bevor er den Sand berührt oder ins Aus fliegt, meist nach einem harten Angriff. Typisch: ein langer Schritt, ein Hechtsprung, Sand im Gesicht. Ein guter Dig wird im Camp gefeiert wie ein Punkt.
Beach Dig
Bei einem sehr hart geschlagenen Ball darfst du ihn im Sand kurz mit den Händen über dem Kopf abwehren, solange die Finger nach oben zeigen. Das nennt man Beach Dig.
Chicken Wing
Chicken Wing nennt man eine Abwehraktion mit nur einem Arm. Sie sieht nicht elegant aus, rettet aber manchen Ball.
Shank
Ein Shank ist eine misslungene Annahme, bei der der Ball irgendwohin segelt, nur nicht zum Partner. Das passiert jedem, auch den Profis.
Husband and Wife
Husband and Wife ist der Spitzname für ein Missverständnis: Beide Partner glauben, der andere nimmt den Ball, und er fällt genau dazwischen in den Sand. Hilfe dagegen: lautes Ansagen, wer den Ball nimmt.
Wie greifst du im Beachvolleyball an und wie heißen die Schläge?
Im Sand zählt oft Köpfchen mehr als Kraft. Deshalb gibt es viele Angriffsarten, bei denen es um Platzierung geht.
Spike
Ein Spike ist ein kraftvoller Angriff, bei dem du den Ball aus dem Sprung von oben in den gegnerischen Sand schlägst. Du hörst dafür auch Wörter wie Kill, Slam oder Hammer. Ein Kill ist ein Angriff, der direkt den Punkt bringt.
Shot
Ein Shot ist ein Angriff, bei dem Platzierung wichtiger ist als Tempo. Du spielst den Ball mit geschlossenen Fingern oder der Handfläche an eine Stelle, die der Gegner schwer erreicht.
Cut Shot (Cut)
Ein Cut Shot ist ein weicher, schräg gespielter Angriff, der knapp über dem Netz fast parallel dazu in die Lücke segelt und nahe am Netz landet.
Line Shot (Longline)
Ein Line Shot läuft von außen gerade an der Seitenlinie der gegnerischen Seite entlang. Wer nur den Cut erwartet, steht dann falsch.
Poke (Pokey)
Ein Poke oder Pokey ist ein Angriffsball, den du mit den mittleren Fingergliedern spielst. Er kommt meist weich über den Block.
Dink
Ein Dink ist ein sanft gespielter Ball knapp über das Netz oder die Hände des Blockspielers. Erlaubt ist er, solange du die Finger nicht öffnest.
Loopy (Roll Shot)
Loopy nennt man einen langsamen, hoch gebogenen Angriff über den Block, tief in die Ecke oder quer über das Feld. Auch Roll Shot sagt man dazu.
Rainbow Shot
Ein Rainbow Shot fliegt in hohem Bogen über den Abwehrspieler weit nach hinten.
Shoot
Mit Shoot meint man ein Zuspiel, das direkt in eine freie Stelle der gegnerischen Seite gespielt wird, um zu punkten. Wie ein solches Zweihand-Zuspiel gespielt werden darf, ist genau geregelt. Im Zweifel fragst du deinen Trainer.
Tool (Block nutzen)
Von einem Tool spricht man, wenn der Ball vom gegnerischen Block abprallt und ins Aus geht. Der Punkt gehört dem Angreifer.
Welche Begriffe gibt es beim Block?
Am Netz zählen Timing und Mut. Diese Begriffe hörst du, wenn es um die erste Verteidigungslinie geht.
Block
Beim Block springst du nah am Netz mit hoch gestreckten Armen über die Netzkante, um den gegnerischen Angriff zu stoppen.
Stuff Block (Roof)
Ein Stuff Block oder Roof ist ein Block, der den Ball direkt zurück in den Sand des Angreifers drückt. Das ist der Punkt, den alle am Netz am liebsten haben.
Joust
Von einem Joust spricht man, wenn zwei Gegenspieler den Ball gleichzeitig über dem Netz berühren und festhalten, jeder mit offenen Fingern.
Sizzle the Pits
Wenn ein flacher, harter Angriff unter den Armen des Blockspielers durchrutscht, nennt man das Sizzle the Pits. Für den Blockspieler ist das ärgerlich, für den Angreifer ein Grund zum Grinsen.
Wie läuft das Spiel und welche Fehler gibt es?
Auch ein paar Wörter rund um Punkte und Regeln hörst du im Camp immer wieder.
Side-out
Ein Side-out heißt: Du gewinnst den Ballwechsel, während du den Aufschlag des Gegners annimmst, und bekommst damit das Aufschlagrecht. Wenn jemand nach dem Satz sagt, ihr habt gut gesideoutet, hat er euch also gerade gelobt.
Rally Point
Seit 2001 zählt jeder Ballwechsel einen Punkt, egal wer aufgeschlagen hat. Diese Zählweise heißt Rally Point.
Lift und Throw
Ein Lift oder Throw ist ein Fehler, bei dem der Ball in den Händen zur Ruhe kommt, statt sauber gespielt zu werden.
Foot Fault
Ein Foot Fault ist ein Fußfehler beim Aufschlag, zum Beispiel wenn du mit dem Fuß auf der Linie oder im Feld stehst, bevor du den Ball schlägst.
Screening
Screening heißt, dem Gegner beim Aufschlag die Sicht auf den Aufschläger zu nehmen. Das ist nicht erlaubt.
Seitenwechsel
Die Teams wechseln im Beachvolleyball nach sieben Punkten die Seite, im dritten Satz nach fünf. Ein Satz geht bis 21 Punkte, der dritte bis 15.
Häufige Fragen
Muss ich die Beachvolleyball-Begriffe vor dem Camp kennen?
Nein. Du musst nichts auswendig lernen. Unsere Trainer erklären dir alles auf dem Court, und die Begriffe sitzen nach ein paar Tagen im Sand von selbst.
Warum sind so viele Begriffe englisch?
Viele Fachbegriffe im Beachvolleyball kommen aus dem Englischen und werden international genutzt. Das hilft auch im Camp, wo Gäste aus verschiedenen Ländern zusammenspielen.
Was ist der Unterschied zwischen Shot und Cut?
Ein Shot ist jeder platzierte Angriff, bei dem es auf Gefühl statt Kraft ankommt. Ein Cut ist eine bestimmte Art davon: weich, schräg und knapp über dem Netz.
Was ist der Unterschied zwischen Dig und Bump?
Der Bump ist der Schlag mit den Unterarmen, der Dig ist die Situation: Du rettest einen Ball vor dem Boden, meist nach einem harten Angriff, oft mit einem Bump.
Was bedeutet Side-out?
Ein Side-out heißt, dass das annehmende Team den Ballwechsel gewinnt und dadurch das Aufschlagrecht bekommt.
Gibt es weitere Begriffe, die ich für den Camp-Alltag kennen sollte?
Ja, zum Beispiel Social Scramble, Spielerfragebogen und Travel Companion. Die erklären wir in unserem Beitrag zum kleinen Camp-Vokabular.
Neugierig geworden? Dann komm vorbei und sprich die Sprache des Sandes live. Alle Camps und Termine findest du auf volleytours.com/camps – come as a player, leave as a friend.

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